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Im gnadenlosen Wettbewerb zwischen den Telekommunikationsanbietern müssen immer mehr kleinere Provider aufgeben oder werden von den finanzstärksten Konzernen geschluckt. Zumindest während dieser Konzentrationsphase kann man als Kunde durchaus noch von den Kampfpreisen der Wettbewerber profitieren. Wer auch beim Umzug nicht dauernd seinen Provider wechseln will und auch in Zukunft ein breites Leistungsangebot wünscht, für den lohnt sich ein Blick auf diese Liste der größten Deutschen Internetprovider, auch wenn er dabei mit Sicherheit auf persönliche Betreuung verzichten muss, und es möglicherweise mit Vertragspartnern zu tun bekommt, für den der einzelne Kunde völlig unwichtig ist.
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Die Deutsche Telekom AG ist mit ihren mit 240.000 Mitarbeitern Marktführer und Besitzer eines Großteils des deutschen Kabelnetzes. Der Konzern tut sich immer noch schwer, den Übergang vom ehemaligen Staatskonzern "Deutsche Bundespost" und als Rechtsnachfolger der "Deutschen Post der DDR" zum effizienten, kundenorientierten Dienstleister zu schaffen. Lange Wartezeiten, schlechte Erreichbarkeit der Abteilungen und manchmal haarsträubend umständliche Problemlösungen zeugen von der Schwierigkeit, einen derart großen Konzern zu organisieren. Andererseits hat die Deutsche Telekom AG als größter Telekommunikations-Konzern Europas wohl genügend Marktmacht, um auch ruinöse Preiskämpfe zu überstehen. Auch die Tatsache, dass die Bundesrepublik Deutschland immer noch indirekt der gräßte Einzelaktionär der Gesellschaft ist, dürfte gelegentlich recht hilfreich sein.
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Mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro (2006/07) ist Arcor der größte Wettbewerber der Deutschen Telekom im deutschen Festnetz und kann neben dem Netz der Telekom auch auf eigene Kabelnetze zurückgreifen. Hauptaktionäre sind die Vodafone Group Plc, Deutsche Bahn und Deutsche Bank. Auch Arcor wurde in der Vergangenheit wegen endloser Warteschleifen, teurer Ansagen und dreistem Benehmen gegenüber Kunden kritisiert. Inzwischen scheint aber zumindest die Abwicklung von Routineaufträgen für eine Firma dieser Größe gut zu funktionieren. Im Gegensatz zur Telekom konzentriert sich Arcor mit ihren rund 3.700 Mitarbeitern weitgehend auf das Kerngeschäft DSL Internetzugang und Telefonie.
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Die United Internet AG mit Sitz im Hessischen Montabaur beschäftigt insgesamt rund 6.300 Mitarbeitet und bezeichnet sich selbst als weltweit größten Webhoster. Die zahlreichen Geschäftsfelder, wie Webhosting, Domain-Hosting, Portal Services, Internetzugang, ISP-Dienstleistungen und Web-Marketing werden in Tochtergesellschaften unter jeweils eigenen Marken betrieben. Die 1&1 AG wurde in der Vergangenheit für ihr ruppiges Verhalten gegenüber Kunden mit überdurchschnittlichem Datenaufkommen und ihre teilweise überraschenden und unzulässigen AGB-Klauseln kritisiert. Die Firma arbeitet aber erkenntlich an der Verbesserung ihres Rufs und bieten ein preislich attraktives und technologisch anspruchsvolles Produkt-Portfolio.
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Die freenet AG aus den Schleswig-Holsteinischen Büdelsdorf beschäftigt etwa 3.600 Mitarbeiter und ist in den Geschäftsfeldern Mobilfunk, DSL, Schmalband-Internetzugang, Call-by-Call / Preselection und Bezahl-Diensten tätig. Sie ist bekannt für agressives Preis-Marketing und sah sich in der Vergangenheit mit Vorwürfen konfrontiert, mit teilweise unlauteren Methoden Kundenakquise zu betreiben. Eine kritische Website, die der Firma u.a. systematische Doppelabrechnungen, Täuschung und ruppige Inkasso-Methoden vorwirft, wurde Anfang 2004 von Freenet "versehentlich umgeleitet". Im Juli 2007 berichtete die Wirtschaftswoche, dass gegen Freenet-Chef Eckhard Spoerr wegen Betrugs, Untreue, Insiderhandels und Geldwäsche ermittelt werde. Auch wenn man daraus keine Rückschlüsse auf die Seriosität dierser Firma ziehen möchte, hat sie doch zumindest ein recht schillerndes Image. Interessanterweise gehören die Hotline-Kosten dises Billiganbieters zu den teuersten der Branche.
Die 100%ige Tochter Strato AG verfolgt eine eigenständige Strategie als preiswerter, aber professioneller Webhoster mit zertifizierten Rechenzentren (ISO 27001, ISO 9001) in Karlsruhe und Berlin.
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Die Kölner QSC AG erwirtschaftet mit 650 Mitarbeitern einen Umsatz von 262 Mio (2007 geplant: 350 Mio) und verfügt über ein eigenes SDSL-Netz, das allerdings in Deutschland noch nicht flächendeckend ausgebaut ist. Tätigkeitsschwerpunkt sind breitbandige SDSL-Internetzugänge, VoIP-Dienste, sowie die von Broadnet übernommenen Richtfunkverbindungen. Obwohl auch Privatanwender willkommen sind, richtet sich das Angebot vor allem an professionelle Kunden, die eine hohe Verfügbarkeit und guten Support zu schätzen wissen. Die Erreichbarkeit und Kompetenz des Geschäftskunden-Supports (0800er Nummer) ist nach unserer eigenen Erfahrung absolut vorbildlich.
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Die AOL Deutschland Medien GmbH (America Online) gehört zum US-amerikanischen Time Warner Medienkonzern und hat zusammen mit der legendären Compuserve eine lange Tradition. Wie so oft in der Geschichte großer Firmen hatte es sich der Konzern jedoch zu lange in seiner Position als Marktführer bequem gemacht, die DSL-Technik komplett verschlafen, und den Übergang vom geschlossenen, bezahlten Onlinedienst zu einem offenen Internetanbieter bis heute nicht vollständig vollzogen. Die AOL-Zugangssoftware war lange Zeit dafür bekannt, den PC des Kunden übermäßig in Beschlag zu nehmen und keinen anderen Anbieter neben sich zu dulden, was den Ruf der Firma unter professionellen Anwendern bleibend beschädigt hat. Erst massive Verluste von Marktanteilen haben dazu geführt, dass sich AOL wieder auf seine eigentlichen Stärken besonnen hat, nämlich die Integration verschiedener Internetdienste in einer auch für Laien einfach bedienbaren Form.
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