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Internetprovider-Checkliste 4

Worauf Sie beim Anmieten von Root-Servern achten sollten

Sie brauchen mehr Performance als bei einem Shared Server und wollen sich einen eigenen Root-Server anmieten, um ihn selbst zu verwalten? Auch dafür gibt es zahllose Angebote, teilweise mit verlockend niedrigen Monatsraten. Einige Fallstricke finden sich beim Lesen des Kleingedruckten, andere sind aber völlig unerwartet.

  • Einrichtungsgebühr und Laufzeit - Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Provider im Gegenzug zum Wegfall von Einrichtungsgebühren längere Vertragslaufzeiten anbieten. Aber Vorsicht: oft verlängert sich der Vertrag automatisch jeweils wieder um ein weiteres Jahr, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt wird. Wenn Sie den Server plötzlich nicht mehr benötigen, müssen Sie also möglicherweise mehr als zwölf Monate lang den Vertrag weiter bezahlen. Jede Nutzung endet irgend wann einmal. Rechnet sich das?
  • Tarifwechsel, Umstieg auf größere Server - Der Mietpreis für aktuelle Server bezogen auf Rechenleistung und Festplattenkapazität sinkt kontinuierlich. Im Gegensatz zum Shared Server bieten die meisten Vermieter von Root-Servern keine Möglichkeit an, während des laufenden Vertrags auf eine leistungsfähigere Plattform umzusteigen. Einen solchen Wechsel im Rahmen einer langen Kündigungsfrist und Neuanmietung eines anderen Servers zu tun, setzt daher langfristige Planung voraus. Gehen Sie nicht davon aus, dass die Monatsraten sinken, wenn der Anbieter seine Preise senkt, der Mietpreis wird also noch nach Jahren gleich bleiben, auch wenn die Hardware bereits völlig veraltet ist.
  • Was passiert bei Festplattenausfall? - Sie mieten sich einen Server mit Festplattenspiegelung (RAID-1) und glauben, damit gegen Datenverlust geschützt zu sein? Wenn im laufenden Betrieb eine Platte ausfällt, mag das stimmen, aber das Drama beginnt danach, wenn nämlich die defekte Festplatte getauscht werden muss. Einige Provider (u.a. auch Strato mit seinen High-End-Servern) weigern sich nämlich, Festplatten zu wechseln, sondern tauschen in diesem Fall gleich den ganzen Server aus. Wie Sie die Konfiguration und die Daten zum neuen Server kriegen, ist Ihr Problem. Und glauben Sie bloß nicht, Sie hätten zum Transfer mal kurzzeitig beide Server zur Verfügung. Nein, Sie erhalten den neuen Server erst, nachdem Sie zum endgültigen Verlust Ihrer Daten eingewilligt haben!
  • Was passiert bei Totalausfall des Servers? - Oft gehen gar nicht die Festplatten kaputt, sondern der ganze Server stirbt, z.B. bei einem Netzteil-, RAM- oder Motherboard-Fehler. Auch hier sollten Sie nicht davon ausgehen, dass es ein selbstverständlich wäre, die noch funktionierenden Festplatten in ein bereit stehendes Ersatzgerät zu stecken, oder einfach den defekten DIMM-Riegel zu tauschen. Auch hier läßt Sie z.B. Strato nach unseren Erfahrungen im Regen stehen, macht nicht einmal einen Reparaturversuch, sondern erwartet Ihre Verzichtserklärung, bevor Ihnen ein Ersatzserver gestellt wird. Das mag möglicherweise sogar gegen Treu und Glauben verstoßen, aber haben Sie die Zeit, im Notfall einen Rechtsstreit durchzufechten? Selbst wenn täglich ein Backup gemacht wird, wie lange brauchen Sie im Notfall, um einen Ersatzserver vollständig einzurichten, das Backup einzuspielen und dann die fehlenden Daten nachzutragen? Inakzeptabel.
  • FTP-Backup - Seriöse Provider stellen Ihnen mehr oder weniger FTP-Backup-Space zur Verfügung. Gehen Sie aber bitte nicht davon aus, dass dieser FTP-Space auch von außerhalb des Rechenzentrums erreichbar ist! Nach einem Totalausfall des Servers haben Sie daher so lange keinen Zugriff auf die Backup-Daten, bis ein neuer oder anderer Server beim gleichen Provider bereit steht. Falls der angebotene Backup-Space nicht ausreicht, bieten manche Provider selbst gegen Aufpreis keine Möglichkeit zur Erhöhung der Kapazität an.
  • Netzwerk-Bandbreite - Root-Server sind üblicherweise mit einer 100 Mbit-Netzwerkkarte angebunden. Sie sollten aber nicht davon ausgehen, dass Sie auch mit 100 Mbit ins Internet kommen. Manche Hoster begrenzen die Transferrate künstlich auf z.B. 25 Mbit, oder haben insgesamt eine so schwache Internetanbindung, dass die nutzbare Tranferrate in Spitzenzeiten auf ein Bruchteil zusammenschrumpft.
  • Flatrate - Sie glauben eine echte Internet-Flatrate zu haben? Dann schauen Sie mal ins Kleingedruckte. Viele Provider beschränken das maximale monatliche Volumen und verlangen darüber hinaus entweder eine zusätzliche Gebühr, oder schalten bei Erreichen des Transfer-Limits die Netzwerk-Bandbreite von 100 Mbit auf 10 Mbit herunter.
  • Support - Wie sieht es mit der Erreichbarkeit des Supports aus? Es gibt nach unserer Erfahrungen große Provider, die allein für die Beantwortung der Störungsmeldung eines Totalausfalls 30 Stunden gebraucht haben. Auf diese Emails konnte grundsätzlich nicht geantwortet werden, und telefonisch hatten wir es nach zwei Stunden Dauer-Wählens aufgegeben, den Support zu erreichen. Eigentlich sollte man daher die zusätzlichen Kosten des VIP- oder High-Priorita-Supports von vorneherein mit einkalkulieren, oder doch gleich zu einem Provider wechseln, der sich etwas mehr Mühe gibt, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen.
  • Betriebssystem-Support - Jeder halbwegs professionelle Anbieter von Root-Servern stellt seinen Kunden eine bestimmte Palette an vorkonfigurierten Betriebssystem-Versionen zur Verfügung, meist sogar über ein Web-Interface automatisch installierbar. Große Unterschiede gibt es aber in der Aktualität der angebotenen Images. Es gibt Provider, bei denen neue Linux-Releases zwei Jahre brauchen, um den Weg in ein installierbares Image zu finden. Von einem solchen Dienstleister sollte man die Finger lassen, denn es steht zu befürchten, dass er seine IT-Infrastruktur mit dem gleichen Maß an Hingabe pflegt.
  • Verwaltungs-Tools - Automatisierte Verwaltungs-Tools sind essentiell, wenn Sie nicht wegen jeder Kleinigkeit auf die Reaktionszeit des Supports angewiesen sein wollen. Serielle SSH-Konsole, Automatisierter Server-Reset und automatisierte Neuinstallation per Webinterface sind das absolute Minimum. Beim SSH-Konsolenzugang gibt es aber feine Unterschiede: bei einem echten SSH-Konsolenserver haben Sie bereits während des Boot-Vorgangs eine Eingriffsmöglichkeit, z.B. um ein Notfallsystem zu booten. Wird der SSH-Konsolenzugang nur aus dem laufenden Linux heraus realisiert, muss ein Notfall-Boot über das Webinterface gelöst werden. Bei einer solchen Spar-Lösung besteht vor allem die Gefahr, sich durch ungeschickte Firewall- oder SSH-Konfiguration selbst auszusperren. Falls Sie vor allem virtuelle Webserver verwalten wollen, sollten Verwaltungstools wie z.B. Plesk im Image enthalten sein. Manche Root-Server-Tarife enthalten bereits die Lizenzkosten für eine bestimmte Anzahl von Plesk-Domains, bei anderen müssen Sie sich die Lizenzen selbst dazukaufen.



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